Nicht besonders schön, aber sehr wichtig

Datum: 14.12.2016

HSG Dornheim/Groß Gerau – HSG WBW

Albert Faulstroh Halle, Groß Gerau

Beim letzten Heimspiel der Hinrunde ging es am vergangenen Wochenende gegen die dreifach-Spielgemeinschaft aus Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden. Jeden war der Stellenwart dieses Spiels bewusst. Die Gäste haben nach dem Abstieg auch einen großen Umbruch hinter sich und standen mit einem Punkt Rückstand einen Platz hinter den Gastgebern in der Tabelle. Mit einem Sieg könnte man den Vorsprung auf WBW auf 3 Punkte vergrößern und sich somit noch mehr Luft im Abstiegskampf verschaffen. Personell konnte Trainer Gimbel diesmal wieder aus dem Vollen schöpfen. Einzig Marvin Seith befand sich Urlaub. Aufgrund des großen Kaders mussten trotzdem 3 Spieler aussetzten.

Das Spiel begann ziemlich verheißungsvoll. Die Gäste erzielten zwar den ersten Treffer, jedoch sollte dies die einzige Führung für WBW an diesem Abend sein. Direkt im Gegenzug konnte man ausgleichen und in den folgenden Angriffen sich schnell auf drei Tore absetzen. Es machte den Anschein als würde es lockeres Heimspiel werden, in dem es nur einen Sieger geben kann. Der Schein trübte allerdings und man ließ die Gäste immer wieder ins Spiel kommen.

Nach 10 Minuten attraktiven Abwehr- und Angriffsspiel stellten sich 5 Minuten ein, in denen man komplett den Faden verlor. In der Abwehr stürzte man zu hektisch raus und somit eröffneten sich dem Kreisläufer ungeahnte Plätze. Im Angriff lief dann über 5 Minuten ebenfalls nichts und somit konnten die Gäste immer wieder auf ein bis zwei Tore aufschließen.

Nach diesen schwachen 5 Minuten fand man wieder zu alter Stärke zurück und man konnte wieder auf den gewohnten 3 bis 4 Tore Vorsprung davonziehen. Jedoch schaffte man es nicht schon in der ersten Hälfte vorentscheidend davon zu ziehen. Wieder kamen 5 unerklärlich schlechte Minuten und WBW konnte wieder aufholen. Dieses Spielchen wiederholte sich nochmals und somit ging man mit einer knappen 14:13 Führung in die Halbzeit.

Die Pausenansprache von Coach Gimbel war unmissverständlich. Mein sei klar die bessere Mannschaft und man muss dieses Spiel auch nach Hause bringen. Warum man sich immer wieder diese Schwächephasen leistete, konnte er sich auch nicht erklären. Man möge doch tunlichst diese Phasen abschalten, denn sonst könnte der Schuss schnell nach hinten losgehen. Die Gäste waren eigentlich unterliegen, jedoch mache man sie durch diese Schwächephase selbst immer wieder stark.

Der Beginn der ersten Halbzeit spiegelte dann das Ende der ersten Halbzeit wieder. Man war zu Beginn wieder am Drücker und konnte sich schnell wieder einen vier Tore Vorsprung erspielen. Ab der 40. Minute machte sich dann bei den Gästen die dünne Personaldecke bemerkbar und sie konnten nie mehr näher als 2 Tore aufschließen. Danach kontrollierte man bis zum Schluss das Spiel und in den letzten 10 Minuten konnte man dann auf fünf Tore davonziehen und diesen Vorsprung auch über die Zeit bringen.

Am Ende stand ein nicht gerader schöner, aber umso wichtiger 27:22 Heimsieg auf der Anzeigetafel. Man war über 60 Minuten die bessere Mannschaft, nur diesmal leistete man sich zu viele kleine Schwächephasen und hielt somit den Gegner lange im Spiel. Alle waren sich sicher, vor einem Jahr hätte man so ein Spiel unter Umständen noch verloren. Die letzten Wochen zeigen aber, dass sich eine Mannschaft entwickelt hat, die in dieser Liga bestehen kann. Der Sieg war umso wichtiger, denn alle Kontrahenten die in der Tabelle hinter der Herrenmannschaft stehen, verloren ebenfalls. Somit konnte man den Vorsprung auf die Abstiegsplätze ausbauen und entschied dieses 4-Punkte-Spiel für sich.

Halbzeit: 14:13
Ende: 27:22

Spielverlauf: 0:1, 4:2, 8:6, 11:7, 12:10, 13:13, 14:13 (HZ), 16:14, 17:16, 19:16, 22:18, 24:21, 27:22

Torschützen: Ruben Schön 7, Dominik Schäfer 5, Dirk Buschmann 4, Andreas Nold 4/3, Christian Leuthäuser 3, Gerit Sölch 3, Lukas Huberty 1