Deutlicher Sieg im Derby - souverän war das aber nicht

Datum: 17.02.2020

Am Sontag war der Tabellenletzte und weit abgeschlagene Nachbar aus Rüsselsheim/Bauschheim/Königsstädten zu Gast. Das Hinspiel zeigte einen deutlichen Spielverlauf und ebenso hatte man es sich an diesem Tag zum Ziel gesetzt die Gegner aus der Halle zu fegen. Alles andere wäre eine Blamage, zumal die unnötige Niederlage der Vorwoche in Erfelden noch tief in den Knochen saß.

In der Woche wurde der Fokus auf eine 5:1 Abwehr gelegt, da RüBauKö erfahrungsgemäß keine Rückraumwerfer hatte wollte man mit einem offensiven Mittelmann die nötige Unruhe in den Aufbau der Spielgemeinschaft bringen.

Leider wurde der Anfang mal wieder vollkommen verschlafen. Die Abwehr stand unformiert und konnte so den bis zu 2-minütigen Angriffen der Gäste nicht standhalten und falls ein Ball gewonnen wurde landete dieser mit Wucht neben dem Tor oder wahlweise wurde der Keeper in den ersten 15 Minuten regelrecht abgeworfen. So gelang es nicht sich im Angriff zu belohnen und nach 10 Minuten stand ein ernüchterndes 4:4 auf der Anzeigetafel. Leider verletzte sich in dieser Phase des Spiels Ruben Schön unglücklich und ohne Gegnereinwirkung erneut an der Wade und musste den Rest des Spiels auf der Bank verbringen.

In den nächsten Minuten konnte man jedoch endlich einen besseren Zugriff auf das Spiel in der Abwehr erzielen und die daraus resultierenden Konter wurden zumindest teilweise im Tor versenkt, sodass man über 10:5 und 12:6 auf einen 15:8 Halbzeitstand davonziehen konnte. Zwei am Tor vorbeigeworfene Siebenmeter und etliche schlecht abgeschlossene Würfe von z.B. Marius, der in dem Spiel glücklos war, verhinderten eine komfortable Führung.

Die Halbzeitansprache war ruhig. Es gab nicht viel zu sagen, jeder wusste, dass mit einer halbwegs passablen Chancenverwertung dieses Spiel deutlich werden muss. Die Abwehr funktionierte nun besser und so startete man wieder mit der 5:1 in die zweite Halbzeit.

Von einer verwandelten Mannschaft zu sprechen, die da aus der Kabine kam wäre zu viel gewesen. Es blieb auch in der zweiten Halbzeit eine durchwachsene Leistung. Einzig, dass den Gästen zunehmend die Puste und die Ideen ausgingen und die daraus resultierenden technischen Fehler und Ungenauigkeiten im Spiel führten dazu, dass die Heimsieben sich doch noch sehr deutlich absetzen konnte. Über 20:10 und 27:11 wurde es gegen Ende mit 38:13 und dem letzten Tor zum 40:15 doch noch ein erträgliches Ergebnis.

Leider zeigte sich für die Zuschauer ein langweiliges Spiel, da die Einseitigkeit in der zweiten Hälfte doch enorm war. Die HSG gelang Tor um Tor durch Gegenstöße oder wahlweise Kempa Tore oder auch mit einfachem Druckspiel zu sehr einfachen Toren und nachdem auch der letzte verstanden hat, dass es an diesem Tag wohl sinnvoller ist bei dem Torhüter flach zu schießen bekam auch dieser kaum noch einen Ball an die Finger. Das positivste an dem Tag waren die 6 per Strafenkatalog gewonnen Kisten.

Fazit ist, dass man mit diesem Spiel trotz der Deutlichkeit nicht zufrieden sein kann. Die Arbeitsverweigerung der Gäste wurde nicht konsequent bestraft und diese Chancenverwertung kann auch bei keinem anderen Spiel geleistet werden. Nach der Fasnachtspause kommen die wichtigen Spiele, die den Aufsteiger der B-Klasse bestimmen werden. Zu Bieberau/Modau am 29.2 Und Büttelborn am 6.3 (AFH!), sowie TGB am 14.3 sind alle Fans herzlich eingeladen. Die Unterstützung wird benötigt werden.

HSG Tore: Kaiser (7), Christian, Robin (je 6), Schmiddy (5), Torsten, Opler (je 4), Disco (3), Ruben, Pies (je 2), Jannis (1)